Judoprojekt vom Raisdorfer TSV erhielt einen Preis der Kategorie 1 .
Dieser ist dotiert mit 1.000 €.

Judoprojekte helfen, dass sich Menschen, die eher am Rande des sportlichen Geschehens stehen, mehr zutrauen und dass die Sportart Judo besonders zur Integration benachteiligter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener geeignet ist. Auf der Judomatte werden Werte wie Höflichkeit, Respekt, Hilfsbereitschaft, Selbstbeherrschung, Bescheidenheit und Freundschaft, gelebt und trainiert.
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Die Sportart Judo trägt wie kaum eine andere zur ganzheitlichen Entwicklung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen bei. In einem der Raisdorfer Judoprojekte „Nippon Girls“ geht es darum, dass Mädchen unter sich bleiben, gemeinsam trainieren und vor allem ihre Selbstbehauptung stärken. Denn es geht nicht nur um die Ausbildung der körperlichen Fertigkeiten, sondern besonders auch die der mentalen Fähigkeiten.

Aber auch die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist auf der Judomatte in Raisdorf gelebte Wirklichkeit. Die Trainer haben dabei die Erfahrung gemacht, dass man sich ohne viele Worte mit der Sprache des Sports verständigen kann und dass die Judowerte im idealen Maße dazu beitragen, Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen zu bauen und die Integration zu fördern.

Abschließend möchte ich noch eine ganz besondere Maßnahme des RTSV erwähnen. Es geht um Judomaßnahmen als Rehabilitationssport und Judo für Menschen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen. Hintergrund dieses Projektes ist die Tatsache, dass sich Judo ganzheitlich positiv auf Menschen mit Behinderungen auswirkt und als eine von vielen Maßnahmen den Therapieplan des Arztes unterstützt. Besonderer Wert wird dabei auf die konditionellen sowie die koordinativen Fähigkeiten wie Gleichgewicht, Reaktion, Orientierung und Geschicklichkeit gelegt.

Die Jury konnte sich ein Bild machen, dass „Sport verbindet“ im Raisdorfer Turn- und Sportverein gelebte Wirklichkeit ist.